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  • Messnetzoptimierung
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Erkundung / Monitoring

Die Erkundung des Untergrundaufbaus, seiner Struktur und Beschaffenheit, die Prozessidentifikation und die Prozessüberwachung (Monitoring) sind grundlegende Elemente des vorsorgenden bzw. nachsorgenden Boden- und Grundwasserschutzes sowie der Untergrundbehandlung. Wir übernehmen für Sie planerische, begleitende und ausführende Leistungen für den Boden- und Grundwasserbereich, vor allem für den Nachweis von MNA (Überwachung der natürlichen Schadstoffminderung) gemäß LABO Positionspapier „Berücksichtigung der natürlichen Schadstoffminderung bei der Altlastenbearbeitung“ (2009) bzw. MENA (Überwachung der in situ Grundwassersanierung):

  • Prozessbezogene Planung, Begleitung und Auswertung von Erkundungs- und Monitoringmaßnahmen, einschließlich Phasenerkundung mit dem INN-Verfahren (vertikale Lage und Menge für einen Messradius von bis zu 5 m)
  • Prozessbezogene Planung, Begleitung und Auswertung von Feldversuchen für die Ermittlung von Quell- und Transporttermparametern
  • Prozessbezogene Messnetzoptimierung hinsichtlich Messstellenanzahl, Mess-/ Probennahmeintervalle und Analytikprogramm als Planungsgrundlage eines MNA
  • Erstellung von LB/LV als Voraussetzung für belastbare Monitoringergebnisse
  • Fachtechnische Begleitung zur Erzielung belastbarer Monitoringergebnisse, einschließlich der Planung, Durchführung und Auswertung von Vergleichsanalysen
  • Planung, Begleitung und Auswertung von MNA/ MENA
  • Spezialprobennahmen für die Prüfung von Sickerwasserprognosen, für Spurenanalysen und Ausschluss von Einflüssen der klassischen Grundwasserprobennahmetechnik 

Zur Übersicht der Fachbereiche

Ihr Ansprech- partner

Dr.-Ing. Claus Nitsche
T +49 351 4787898 01
E-Mail-Kontakt

INN-Verfahren

Gewässerbewirtschaftung / Limnologie

Die Gewässerbewirtschaftung/Limnologie bildet die Grundlage für den Schutz und die Bewirtschaftung von Oberflächengewässern. Dabei sind nach unserer Erfahrung die Berücksichtigung aller biotischen und abiotischen Faktoren und Prozesse sowie die Wechselwirkung zwischen Oberflächen- und Grundwasser sowie zwischen Wasserkörper und Sediment unerlässlich.

Die Mitarbeiter des Fachbereiches Gewässerbewirtschaftung/Limnologie beschäftigen sich seit ca. 20 Jahren erfolgreich mit vielfältigen und komplexen Aufgaben hinsichtlich der Gewässergüte in Stand- und Fließgewässern, einschließlich der Mengenbewirtschaftung.

Wir übernehmen für Sie gutachterliche, planerische und begleitende Leistungen für folgende Zielstellungen:

  • Ermittlung von Nutzungspotenzialen von Standgewässern
  • Gewässerstrukturgütekartierungen, Bewertung der Durchgängigkeit von Fließgewässern, Ableitung von verbessernden Maßnahmen
  • Klassifizierung von Fließ- und Standgewässern (LAWA, ATV-DVWK)
  • Prognose der biotischen und abiotischen Beschaffenheitsentwicklung von Stand- und Fließgewässern (Modellierung)
  • Erstellung von Gewässerentwicklungskonzeptionen unter Beachtung der EU-WRRL und Einbeziehung von Renaturierungsmöglichkeiten bzw. –Notwendigkeiten
  • Ermittlung der Auswirkungen von Abwassereinleitungen und anderen Gewässernutzungen im Hinblick auf die Zielerreichung lt. den Maßnahmeplänen zur Umsetzung der WRRL sowie Einhaltung des Verbesserungsgebotes (WRRL-Fachbeiträge)
  • Gewässerspezifische Planung von Bewirtschaftungs- bzw. Sanierungsmaßnahmen für die Erreichung von Nutzungszielen, einschließlich wirtschaftlicher Optimierung unter Beachtung der Grundsätze von Angemessenheit und Verhältnismäßigkeit
  • Qualitätssicherung bei der Umsetzung von Bewirtschaftungs- bzw. Sanierungsmaßnahmen durch Erarbeitung von Leistungsbeschreibungen mit Leistungsverzeichnissen und Überwachung der Zielkriterien und Vorgaben

Ihre Ansprech- partnerin

Dr. Ina Hildebrandt
T +49 351 4787898 04
E-Mail-Kontakt

Der Haubitzer See südlich von Leipzig während der Flutung
Auslauf des Bockwitzer Sees bei Borna

Migrationslabor

Bundesweit ist die BGD ECOSAX GmbH das einzige nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditierte Labor für Untersuchungen zur Ermittlung von Migrationsparametern für den Boden- und Grundwasserbereich und zur Sickerwasserprognose. Diese Parameter sind beispielsweise für die Ermittlung von Quell- und Transporttermparametern bzw. den Nachweis von NA gemäß LABO – Positionspapier: Berücksichtigung der der natürlichen Schadstoffminderung bei der Altlastenbearbeitung (2009 bzw. 2015) erforderlich.

Die Übertragbarkeit der durch uns ermittelten Migrationsparameter in den Feldbereich konnte bereits mehrfach erfolgreich nachgewiesen werden.

Von uns entwickelte Verfahren bilden die Grundlage für den Materialienband des LfULG zur Altlastenbehandlung: Musterleistungsbeschreibung/ Musterleistungsverzeichnis: “Laborative Untersuchungen zur Sickerwasserprognose im Rahmen der Detailerkundung“, 2004

Unsere aufgabenspezifischen angepassten Batch-und Säulenversuche bilden die Grundlage für den belastbaren Nachweis und Quantifizierung von Natural Attentuation und Enhanced Natural Attenuation Parameter sowie die Entwicklung bzw. Anwendung von Verfahren zur Untergrundwasserbehandlung (Aufbereitung und Sanierung) hinsichtlich Planung, Durchführung, Optimierung und Bewertung. So wurde ein durch uns gemäß LABO – Positionspapier Berücksichtigung der natürlichen Schadstoffminderung bei der Altlastenbearbeitung (2009) erarbeitetes MNA – Konzept ohne Rückfalloption behördlich bestätigt.

    Akkreditierte Probennahme

    • Probennahme von Wasser aus stehenden Gewässern, Fließgewässern, Grundwasserleitern und Sickerwasser
    • Probennahmen von Sedimenten und Böden

    Außerdem bieten wir Lösungen für Probennahmen ohne Verlust an gelösten Gasen bzw. flüchtigen Inhaltsstoffen, Probennahmen für mikrobielle Untersuchungen, teufengewichtete Grundwasserprobennahmen sowie Schwebstoffprobennahmen an.

    Ermittlung von Migrationsparametern (akkreditiert)

    • Ermittlung von Quelltermparametern aus organischen bzw. anorganischen Stoffquellen: Elutionsraten 0. und 1. Ordnung, Elutionsanteile, Elutionszeiten
    • Ermittlung von Transporttermparametern unter NA- und ENA-Bedingungen:

      • Ermittlung von mikrobiellen Abbauraten (0. und 1. Ordnung) für den Boden- und Grundwasserbereich unter aeroben und anaeroben Bedingung
      • Ermittlung von Retardationskoeffizienten
      • Aufnahme von Adsorptions- und Desorptionsisothermen, einschließlich Ermittlung der entsprechenden Parameter nach HENRY, FREUNDLICH bzw. LANGMUIR
      • Bestimmung der hydraulisch wirksamen und gering wirksamen Porosität mittels Tracerversuche und einem speziell entwickelten Auswerteverfahren
      • Bestimmung der hysteresen pF-Kurve (Kapillardruck-Wassergehalts-Funktion bzw. Saugspannungs-Sättigungs-Verteilungsfunktion) mit Ermittlung der van GENUCHTEN-Parameter für die Sickerwasserprognose

    Akkreditierte Spezial- und Routineanalytik

    Ermittlung von bodenphysikalischen, bodenchemischen und bodenbiologischen Kennwerten sowie Untersuchungen/Analysen an Boden, Eluat und Wasser:

    • Korngrößenverteilung (Trockensiebung, Nasssiebung, Sedimentationsanalyse)
    • Trockenmasse und Glühverlust
    • Quantifizierung von Schwebstoffen (z.B. abfiltierbare Stoffe)
    • Färbung, Trübung (qualitativ, quantitativ)
    • Porosität (Trockenrohdichte und Partikeldichte)
    • Kationenaustauschkapazität (potentiell, effektiv)
    • Sequenzielle Metall-Extraktionen zur Bestimmung der Bindungsfestigkeit in Substraten
    • Nährstoffe (ortho-Phosphat, Gesamtphosphor, Nitrat, Nitrit, Ammonium)
    • Anorganischer und organischer Kohlenstoff in wässrigen Medien
    • Säure- und Basenkapazität, gesamt wirksame Acidität (Wasser- und Bodenproben)
    • Kontinuierliche Endpunkttitration (pHstat)
    • BSB5 (unverdünnt/verdünnt)
    • D- und L-Milchsäure in flüssigen und festen Proben (Biochemischer UV-Test)
    • Bestimmung von basisch wirksamen Stoffen
    • Bestimmung von elementarem Schwefel sowie von monosulfidisch und disulfidisch gebundenem Schwefel
    • Bestimmung der mikrobiellen Biomasse über die Gesamtzellzahl in Boden- und Wasserproben (mikroskopisch Acredinorange)
    • UV-Messungen zur orientierenden Bestimmung gelöster organischer Wasserinhaltsstoffe
    • photometrische Bestimmung von Eisen (II)
    • säurelösliches Sulfat
    • Säurefreisetzung aus mineralischen Substraten (nach MHM 2007)
    • Kalklösekapazität von Boden und Wasser

    Etablierte Spezialverfahren (Hausverfahren)

    • Sequenzielle Phosphor-Extraktion aus Sedimenten und Böden (Fraktionierung nach PSENNER)
    • Säureneutralisationskapazität (ph-STAT-Methode (1. Novelle nach Deponie-VO 2011))
    • Nutzbare Feldkapazität, Luftkapazität (DIN ISO 11274)
    • Mikrobiologische Bestimmungen:

      • Gesamtzellzahl (mikroskopisch, DAPI)
      • E. coli/Coliforme (quantitativ, Colilert 18-Verfahren, alternativ zur DIN ISO 9308-1)
      • Heterotrophe Mikroorganismen mittels HPC (heterotrophic Plate Count) für Quanti-Tray
      • BARTTM-Tests (Fa. HACH-Lange), qualitativ die Anwesenheit bestimmter Bakteriengruppen
      • Qualitative mikroskopische Untersuchungen

    • Bestimmung der mikrobiologischen Aktivität

      • Enzymaktivitäts-Tests, z.B. Esterasen-Aktivität (FDA), auch als Feld-Test
      • Atmungsaktivität (AT4, AbfablV (2001)
      • Bodenatmung nach DIN 16072
      • Sauerstoffzehrung (manometrisch, kontinuierliche Datenaufzeichnung)
      • Sulfat-Reduktion

    • Pflanzenverfügbares P, K, Mg (nach VDLUFA, CAL- oder DL-Methode)
    • Ermittlung von Sauerstoffaustauschraten zwischen hydraulisch wirksamer und gering wirksamer Porosität
    • Ermittlung von Gesamtphasengehalten sowie mobilen und residualen Phasenanteilen für den Boden- und Grundwasserbereich
    • Bestimmung des hydraulischen Durchlässigkeitskoeffizienten nach DARCY (kf-Wert) als Funktion von Phasengehalten

    Ihre Ansprechpartnerin

    Kerstin Hellmann
    + 49 351 4787898 05
    E-Mail-Kontakt

    Akkreditiert seit 1999

    Akkreditierungsurkunde der DAkkS (PDF)
    Anlage zur Akkreditierungsurkunde (PDF)

    Technischer Gewässerschutz

    Der technische Gewässerschutz umfasst die Vorbereitung, Entwicklung, Planung, Begleitung und Optimierung von Maßnahmen der Siedlungs- und Industriewasserwirtschaft, der Gestaltung und des Managements von Gewässereinzugsgebieten bis hin zu wasserbaulichen Maßnahmen und technischen Anlagen in Gewässern mit den Zielen

    • die Immissionsbelastung der Gewässer mit effizienten Verfahren auf das erforderliche Maß zur Erfüllung der Bewirtschaftungsziele nach EU-WRRL zu senken,
    • gleichzeitig den gesetzlichen Anforderungen nach Senkung der Emissionen (z.B. Abwasserverordnung, Industrie-Emissionsrichtlinie 2010/75/EU) zu entsprechen sowie
    • durch Maßnahmen am und im Gewässer den Hochwasserschutz zu verbessern und die Selbstreinigungskraft und die Entwicklung eines guten ökologischen Zustandes/Potenzials zu unterstützen

    Schwerpunkte des Fachbereiches Technischer Gewässerschutz sind:

    1. Die Siedlungs und Industriewasserwirtschaft

    • Entwicklung und Anwendung wirtschaftlicher naturnaher bzw. technischer Wasseraufbereitungs-/Wasser- und Abwasserbehandlungverfahren
    • Anwendung der „besten verfügbaren Technologien“ (BVT) zur Umsetzung der IE-Richtlinie 2010/75/EU
    • Prozessoptimierung vorhandener Behandlungsanlagen und innovative Verfahrensentwicklung zur Erhöhung der Reinigungswirkung, der Senkung des Energiebedarfes und der Betriebskosten
    • Optimierung der Regen- und Mischwasserspeicherung und -behandlung
    • Schlamm- und Sedimentbehandlung mit dem Ziel der stofflichen und/oder energetischen Nutzung sowie einer Schadstoffentfrachtung

    2. Das technische Gewässermanagement

    • wasserbauliche Maßnahmen zur gezielte Veränderung der der Gewässermorphologie im Rahmen der Gewässerentwicklung und des Hochwasserschutzes)
    • technische Anlagen/Maßnahmen in Gewässern
    • Vorbereitung und Umsetzung von strukturellen Maßnahmen im Gewässereinzugsgebiet zur Senkung der Belastung aus punktuellen und diffusen Quellen, zum Management des Wasserhaushaltes einschließlich der Reduzierung des Hochwasserabflusses

    Die Vorbereitung, Planung und Umsetzung dieser Maßnahmen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Gewässerbewirtschaftung/Limnologie, um gewässerbezogen und hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit ein Optimum zu erreichen.

    Ihr Ansprech- partner

    Dr. Klaus-Peter Lange
    T +49 351 4787898 03
    E-Mail-Kontakt

    Elstermühlgraben in Leipzig
    Kläranlage Delitzsch
    Hochwasserrisikomanagementplan (HWRMP), Überschwemmungsbereich mit Intensitäten (Hochwassergefahrenkarte)
    Einleitstelle der KA Halberstadt in die Holtemme (für Punkt „Holtemme – Mischwassereinleitung“)